Seit wann - und wo gibt es Kirchenbücher?

Die ältesten Kirchenbücher hat

  • die Stadtpfarre Gottschee. Die Sterbebücher (in der Folge abgekürzt St.) beginnen mit dem Jahre 1669, die Trauungsbücher (in der Folge H.) 1672, die Taufbücher (in der Folge T.) 1684.
  • In Altlag wurden die älteren Kirchenbücher durch die Feuersbrunst am 15. April 1691 vernichtet, daher beginnt die Matrikenführung wieder mit 1691.
  • In Rieg ist der Pfarrhof am 24. August 1693 mit den Büchern verbrannt, daher stammen die ältesten Bücher aus diesem Jahre.
  • In Tschermoschnitz: 1674 (T.), 1701 (H.), 1741 (St.)
  • In Stockendorf: 1741 (H.), 1766 (T.), 1790 (St.)
  • In Mösel datieren alle Kirchenbücher aus 1712
  • In Nesseltal tragen sie die Jahreszahl 1724.

In den anderen Pfarren wurden die Kirchenbücher nach Erhebung zu selbständigen Lokalkaplaneien eingeführt,

  • so in Masern 1767,
  • in Mitterdorf 1788,
  • in Morobitz 1792,
  • in Pöllandl 1792,
  • in Unterlag 1789,
  • in Obergras-Suchen 1799,
  • in Ebental 1808,
  • in Unterwarmberg 1826,
  • in Unterdeutschau 1828,
  • in Oberskrill 1840 und
  • in Göttenitz 1847.

(aus Jubiläumsfestbuch der Gottscheer 600-Jahr-Feier, 1930)

Die Abschriften dieser Kirchenbücher (ab dem Jahre 1835) befinden sich im Diözesanarchiv in Laibach.

Quellenangaben:

650 Jahre Gottschee
Festbuch 1980
Hrsg.: Gottscheer Landsmannschaft Klagenfurt
Grafischer Betrieb Carinthia, Klagenfurt
Seite 128